Geschichte der Großloge

Die Geschichte der Großloge Humanitas geht in ihren Wurzeln auf die Zwischenkriegszeit zurück, als bereits zwei Logen des Ordens „Le Droit Humain“ in Wien arbeiteten. Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im März 1938 wurden die Logen aufgelöst, die Freimaurerei verboten, ihre Mitglieder wurden verfolgt. Nach dem 2. Weltkrieg war Österreich durch die alliierten Mächte besetzt und nach Abschluss des Staatsvertrages 1955 verließen die Besatzungsmächte unser Land. Noch lebende Mitglieder des Ordens „Le Droit Humain“ konnten daraufhin die Arbeit wieder aufnehmen.

Im Jahre 1959 kam es zu Spannungen innerhalb des Ordens „Le Droit Humain“, welche das Ausscheiden mehrerer Logen in Deutschland und in Holland aus dem „Le Droit Humain“ zur Folge hatten. Auch in Österreich schieden mehrere Mitglieder aus und gründeten mit Hilfe einer Frankfurter Loge am 10. November 1960 die österreichische selbständige Freimaurerloge „Lux Danubiana“. Im Juli 1961 war die Loge „Lux Danubiana“ Gründungsmitglied der internationalen Freimaurerunion CATENA. Diese ist eine internationale Vereinigung für die gemischte Freimaurerei. In dieser Union sind derzeit Obödienzen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Rumänien, Spanien und der Tschechischen Republik vertreten. CATENA dient der internationalen Kontaktpflege und übt keinerlei Autoritätsrechte über die Mitgliedsorganisationen aus, welche unabhängige freimaurerische Vereinigungen bleiben.

In weiterer Folge wurden neue Logen gegründet, so dass schließlich im Jahre 1972 eine von Deutschland unabhängige Obödienz, der „Österreichische Orden Humanitas für die gemischte Freimaurerei für Männer und Frauen“ eingerichtet werden konnte. Aus diesem Orden ging im Jahre 1978 die „Großloge Humanitas Austria der gemischten Freimaurerei für Männer und Frauen“ hervor.

Im Jahre 1989 erfolgte der Beitritt zur internationalen Freimaurervereinigung CLIPSAS. Die „Großloge Humanitas Austria für Männer und Frauen“ umfasst gegenwärtig drei Logen in Wien. Hinsichtlich der Zusammensetzung entfallen derzeit etwa ein Drittel der Mitglieder auf Brüder und zwei Drittel auf Schwestern.

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